Deutsche UNESCO-Kommission e.V.: Nationalkomitee der UN-Dekade legt "Zukunftsstrategie 2015+" vor

(c) Jeremy Vandel

Die Mitglieder des deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben eine Strategie für die Zukunft des Bildungskonzepts nach Ende der Dekade entworfen. Im Positionspapier „Zukunftsstrategie 2015+“ werden Stärken und Schwächen der Umsetzung der Dekade sowie des Konzepts „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) analysiert. Außerdem wirft das Nationalkomitee einen Blick auf die kommenden Herausforderungen.“Das Papier spiegelt die wichtigen Aktivitäten, Themenbereiche und Schwerpunkte der UN-Dekade in Deutschland wider und zeigt, dass die Dekade nur als ein Auftakt und Anstoß verstanden werden kann.“ sagt Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade. Nun gelte es, Strukturen zu verstetigen und internationale Kooperationen zu stärken – dafür macht die „Zukunftsstrategie BNE 2015+“ konkrete Vorschläge. „Nur so kann Bildung für nachhaltige Entwicklung weltweit verstetigt und dauerhaft implementiert werden.“

Hauptanliegen des Nationalkomitees ist es, den Schritt „vom Projekt zur Struktur“ zu schaffen. Dafür sind im Positionspapier drei Voraussetzungen formuliert:

  • Die strategische Relevanz von BNE für eine nachhaltige Entwicklung muss Politik und Öffentlichkeit weiter verdeutlicht werden.
  • Die strukturelle Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen ist weiter zentrale Aufgabe für alle Akteure und bedarf der politischen Unterstützung.
  • Lokale „Bildungslandschaften“, die formelle mit informeller Bildung vernetzen und Lerngelegenheiten für BNE bieten, müssen weiter auf- und ausgebaut werden.

Das Nationalkomitee plädiert dafür, die nationale Organisationsstruktur der UN-Dekade zu erhalten und zu optimieren. Die positiven Errungenschaften der nationalen Dekade-Umsetzung sollten in die Ausgestaltung der Folgeaktivitäten einfließen.

Auf internationaler Ebene macht die Erarbeitung eines „Weltaktionsprogramms BNE“ weitere Fortschritte. Der Vorschlag für den Rahmen des Programms wurde im Auf-trag des Exekutivrats der UNESCO erstellt und soll im Herbst 2013 beraten werden. Er ist das Ergebnis einer Onlinebefragung sowie Konsultationen in den verschiedenen Weltregionen. Das Weltaktionsprogramm soll der 69. Generalversammlung der Vereinten Nationen im September 2014 zur Entscheidung vorgelegt werden.

Hier geht es zur Pressemitteilung und zum Positionspapier „Zukunftsstrategie 2015+“.