Stadt Bonn: World Future Council fordert Politik der Verantwortung und Nachhaltigkeit

Bonn_Logo_Sustain_1002[1]„Wir brauchen eine schnelle globale Wende hin zu einer Politik der Verantwortung und Nachhaltigkeit, die sich an den Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen ausrichtet”, lautet die Botschaft der siebten jährlichen Versammlung des World Future Council, die am Sonntag in Bonn endete.

Mit Unterstützung der Stadt Bonn trafen sich die Ratsmitglieder aus allen fünf Kontinenten  für vier Tage im Collegium Leoninum, um über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die Strategie für das nächste Jahr festzulegen. Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und des Alternativen Nobelpreises: „Wir haben sehr von der freundlichen und internationalen Atmosphäre in Bonn profitiert und danken der Stadt von ganzem Herzen für ihre Unterstützung. Ich freue mich sehr, verkünden zu können, dass wir Wanjira Maathai heute neu in den World Future Council gewählt haben.“

Die 42-Jährige ist Vizepräsidentin des Green Belt Movement und des Wangari Maathai Institute für Friedens- und Umweltstudien. Sie führt mit außergewöhnlichem Engagement die Arbeit ihrer Mutter Wangari Maathai fort, die bis zu ihrem Tod im Jahr 2011 dem Ehrenrat des World Future Council angehörte. Über den Neuzugang aus Afrika freuen sich prominente Ratsmitglieder wie Vandana Shiva, Hans-Peter Dürr und Daryl Hannah.

Der World Future Council, der 2007 in Hamburg gegründet wurde, arbeitet aktiv in den Bereichen Klima und Energie, Stabile Ökosysteme, Zukunftsgerechtigkeit, Frieden und Abrüstung und Nachhaltige Wirtschaft. Er identifiziert und verbreitet in diesen Bereichen gute regionale, nationale und internationale Gesetze zur Lösung der drängendsten Probleme unserer Zeit.  So haben Ratsmitglieder und Mitarbeiter entscheidend zum Erlass von Energie-Einspeisegesetzen in vielen Ländern und Regionen beigetragen.

Auf ihrem Treffen stimmten die Ratsmitglieder auch über das Thema für den Future Policy Award im Jahr 2014 ab. Der einzige internationale Preis für beste Gesetze wird 2014 politische Programme auszeichnen, die effektiv dazu beitragen, die häusliche und außerhäusliche Gewalt gegen Frauen zu reduzieren. Vorstandsmitglied Alexandra Wandel: „Der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine nachhaltige und friedliche Welt und muss deshalb ein primäres Ziel unserer Arbeit sein.“

Die Versammlung der internationalen Räte wurde auch von der Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse Bonn unterstützt. Bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion des WFC im Alten Rathaus sprachen am Freitagabend neben Gründer Jakob von Uexküll und Ratsmitglied Frances Moore Lappé aus den USA auch der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel. Unmittelbar vor Beginn der Versammlung war der World Future Council Partner des Global Media Forum der deutschen Welle im WCCB.

Pressemitteilung