04.07.2013 | Stadt Bonn: 80 Astronauten aus aller Welt diskutieren in Bonn über nachhaltige Entwicklung

    Bonn_Logo_Sustain_1002[1]Die Zulassungsbeschränkungen sind hart: Nur wer schon einmal die Erde aus der Erdumlaufbahn betrachten konnte, darf Mitglied werden. Zur Association of Space Explorers (ASE) gehören rund 400 Raumfahrer aus 35 Ländern. Mehr als 80 von ihnen werden vom 1. bis zum 5. Juli 2013 in der Region Köln-Bonn-Aachen versammelt sein, um am 26. „Planetaren Kongress“ teilzunehmen, den dieses Jahr das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die ASE ausrichtet.

    Am Donnerstag, 4. Juli, sind 80 Astronauten aus aller Welt, Experten der Vereinten Nationen in Bonn sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Bonner Wasserwerk zu Gast und diskutieren über Raumfahrttechnologien und nachhaltige Entwicklung. Am Vormittag stehen Klima und nachhaltige Entwicklung im Fokus, am Nachmittag die unterschiedlichen Ansätze zur Zukunft der bemannten Raumfahrt aus institutioneller und industrieller Sicht. Die Veranstaltung findet im Rahmen des ASE-Kongresses  statt.

    Hintergrund zum ASE-Kongress

    Die Association of Space Explorers (ASE) ist eine internationale unabhängige Organisation, die 1985 mitten im Kalten Krieg von amerikanischen, sowjetischen und internationalen Raumfahrern gegründet wurde, unter ihnen auch der erste Deutsche im All, Dr. Sigmund Jähn. Allen Mitgliedern der ASE ist gemeinsam, dass sie die Erde aus der Erdumlaufbahn wahrgenommen haben. Damit verbinden sie den Auftrag, diese ganz besondere Erfahrung weiterzugeben und für internationale Kooperation und die Erforschung des Weltraums zu werben. Die ASE bringt das Fachwissen der Raumfahrer aus aller Welt in ihre Projekte und Komitees ein, wie z.B. in die Entwicklung eines Computerprogramms, das den Anblick der Erde aus den Fenstern der ISS auf jeden Heimcomputer bringt oder die Beratung internationaler Organisationen bei Themen wie der Bedrohung der Erde durch erdnahe Objekte.

    Aktuell vereint die ASE rund 400 Raumfahrer aus 35 Ländern. Sitzstädte der Organisation sind Houston (Texas) und Moskau, für den europäischen Zweig Straßburg. Vom 1. bis 5. Juli 2013 findet der „Planetary Congress“, der Weltkongress der Association of Space Explorers, statt. Bei dieser Veranstaltung werden rund 80 Astronauten plus Begleitung deutschlandweit an verschiedenen Aktivitäten, Fachvorträgen und  Publikumsveranstaltungen teilnehmen. Der alljährliche Kongress findet jedes Jahr in einem anderen Gastland statt. Nach Kuala Lumpur, Moskau und Riad werden sich 2013 alle Aktivitäten in der Region Köln, Aachen und Bonn bündeln.

    Das Motto des diesjährigen Kongresses

    Jeder Kongress gibt sich ein Motto, dieses Jahr heißt es „Citizens of Space – Stewards of Earth“. Das Motto weist darauf hin, dass eine enge Verzahnung zwischen den  Fragestellungen besteht, die Forscher auf der Erde zu lösen haben und auf die sie beim Herausschieben der Grenzen menschlicher Erfahrung ins Weltall treffen. Die Internationale Raumstation und immer längere Aufenthalte im All machen bewusst, dass wir auch Bürger des Weltraums sein können und von dort ebenso Lösungen für Forschung und Entwicklung mitbringen wie durch begleitende Forschung auf der Erde.

    Weitere Informationen im Internet unter www.space-explorers.org und www.ase26.org.

    Pressemitteilung