Universität Bonn: Publikation „Die rot-grüne Energiewende“

Katrin Dobersalske untersucht in ihrem Buch „Die rot-grüne Energiewende“ wie sich die nachhaltige Energienutzung in der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit unter der rot-grünen Bundesregierung entwickelt hat.

Die Weltgemeinschaft ist mit einer multiplen Krise konfrontiert. Josette Sheeran, Direktorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, identifizierte 2008 die Krisenauslöser: Ernährung, Energie, Kredite und Immobilien, die in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu weltweiten Instabilitäten führen. Denn eine hungrige Welt ist eine instabile Welt. Zunehmender Mangel an Nahrungsmitteln und explodierende Energiekosten zwingen in absoluter Armut lebende Menschen auf eine Mahlzeit am Tag zu verzichten. Energie bzw. Energieressourcen sind zu einem knappen und umkämpften Gut geworden. Es ist Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit, die Entwicklungs- und Schwellenländer bei dieser globalen Herausforderung zu unterstützen. Die Bundesrepublik Deutschland gilt als einer der Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimapolitik, insbesondere unter der rot-grünen Regierungskoalition. Denn erstmalig regierte mit den Grünen eine ökologisch geprägte Partei auf Bundesebene, die die Förderung erneuerbarer Energien als eines ihrer Ziele betrachtete. Doch hat diese neue Regierungskonstellation wirklich einen messbaren Einfluss auf die deutsche Entwicklungspolitik ausgeübt?

Katrin Dobersalske beleuchtet die Hintergründe und internationalen Rahmenbedingungen und hinterfragt die Ansätze, Strategien und Instrumente deutscher Energiepolitik und Entwicklungszusammenarbeit zwischen 1998 und 2005.

Bonner Studien zum globalen Wandel, Band 7
herausgegeben von Prof. Dr. Wofram Hilz, Universität Bonn

Stichworte zum Buch:
Bundestag; Nachhaltige Entwicklung; Umwelt; Energie; Klima; Entwicklungszusammenarbeit