UN Wildlife Conference Enhances Intergovernmental Cooperation to Safeguard Sharks

Ein neues globales Abkommen wurde heute unter dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) geschlossen, um dem dramatischen Rückgang von Haibeständen entgegenzuwirken. Regierungsvertreter verhandelten  das Abkommen in Manila, Philippinen, um die Bejagung und den Beifang dieser Raubfische einzudämmen, die unentbehrlich für die Ökosysteme der Meere sind.

CMS Exekutivsekretärin Elizabeth Maruma Mrema erklärte: „Im internationalen Jahr der Biodiversität stellt dieses globale CMS Abkommen einen entscheidenden Schritt im internationalen Haischutz dar. Wildtier-Konventionen, UN Organisationen und die internationale Fischereiindustrie müssen gemeinsam das Aussterben dieser Tiere verhindern.“

Ziel des Abkommens ist die Erholung  und das langfristige Überleben der Populationen von wandernden Haien, die unter dem Schutz des Abkommens stehen. Der eingehend diskutierte  Erhaltungsplan ist ein erster Schritt zu einer internationalen Zusammenarbeit zum Schutz der Haie. Mit ihrer Unterschrift haben die Staaten ihre Bereitschaft dokumentiert, im Rahmen des Abkommens die bedrohten Hai-Arten zu schützen.

Das CMS Abkommen soll die Sterberate von Haien senken sowie Forschung, Monitoring und wissenschaftlichen Informationsaustausch fördern. Walhai, Weißer Hai, Riesenhai, Dornhai, Heringshai, Kurzflossen- und Langflossen-Mako werden unter den Schutz des Abkommens gestellt. Diese drei Arten sind auf beiden Anhängen des Übereinkommes gelistet sowie auf Anhang II des Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES).

Gemäß der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind 17% der 1044 Haiarten bedroht. 14 Arten sind vom Aussterben bedroht, 47% sind noch weitgehend unerforscht. Haie werden durch Überfischung, Beifang, illegalen Handel , Verschmutzung, Kollision mit Schiffen, Nahrungsknappheit und Klimawandel bedroht. Langsames Wachstum, späte Geschlechtsreife, geringe Fortpflanzung, ein ausgeprägtes Wanderverhalten sowie eine geringe natürliche Sterberate der Haie, die am Ende der Nahrungskette stehen, machen diese Tiere extrem anfällig für Überfischung.

Laut der UN Food and Agricultural Organization (FAO) werden bis zu 900.000 metrische Tonnen von Haifleisch jedes Jahr gefangen. Sowohl die Jagd auf wertvolle Speisefische mit Langleinen und Treibnetzen, in denen die Haie als Beifang verenden als auch die gezielte Jagd nach Haiflossen hat ganze Haipopulationen einbrechen lassen.

Hannes Jaenicke, Vorsitzender des Freundeskreises der Bonner Konvention eklärte: „Seit 400 Millionen Jahren sind sie die Könige der Meere, jetzt werden Haie durch den Menschen schneller ausgerottet als irgendein anderes Tier der Erde.  Ohne diese Raubfische aber kippt die Öko-Balance der Ozeane. Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, dem weltweiten Massenschlachten Einhalt zu gebieten und die Nachfrage nach Hai-Fleisch und -Flossen zu stoppen. Wir brauchen dieses Abkommen, um dem verheerenden Verlust von Meerestieren entgegenzuwirken.“

Hinweise für Redakteure:
Das Übereinkommen über die Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten, auch bekannt als Bonner Konvention, arbeitet weltweit für die Erhaltung eines breiten Spektrums an gefährdeten wandernden Tierarten wie Haie und andere Meerestiere. Das Sekretariat entwickelt und fördert Abkommen, organisiert Konferenzen, unterstützt und betreut Forschungs- und Schutzprojekte und arbeitet dabei mit Regierungen und anderen Organisationen zusammen. CMS hat derzeit 113 Mitgliedsstaaten.

CMS Anhang I führt wandernde Tierarten auf, die vom Aussterben bedroht sind. Die Mitgliedsstaaten der Konvention verpflichten sich, ihre vorsätzliche Bejagung zu verbieten und umfassende Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem sind sie  aufgefordert, Abkommen für die im Anhang II gelisteten Arten, deren Bestände und Lebensräume sich verringert haben, zu schließen.

Kontakt:
Veronika Lenarz, Pressestelle, UNEP/CMS Sekretariat, Herrman-Ehlers-Str. 10, 53113 Bonn, Germany,Tel.: +49 228 815 2409, E-mail: vlenarz@cms.int, www.cms.int