[:en]GIZ | Guatemala: speaking out for human rights and against violence[:de]GIZ | Guatemala: Stimmen für Menschenrechte und gegen Gewalt[:]

[:en]

20 years of the Civil Peace Service (CPS): in Guatemala, the CPS is helping indigenous women protect themselves against sexual assault.

The trial concerning the sexual assault of indigenous women during the Guatemalan civil war lasted 20 days, after which, on 26 February 2016, the court issued a historic ruling, handing down lengthy prison sentences to two former high-ranking military officers.

Victims find it incredibly hard to speak openly about torture and rape. The Guatemalan women’s organisation ECAP (Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial – organisation for community research and psychosocial action) assists women in getting legal advice and provides psychosocial help if they have to make a statement before the court. This courageous step by the women saw the perpetrators convicted in the landmark case.

ECAP is a partner organisation of the Civil Peace Service (CPS) of the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Guatemala. On behalf of the German Development Ministry, CPS is supporting the country’s work to recognise and process serious human rights violations during the 36-year civil war. Identifying those responsible and making them accountable is an important aspect of coming to terms with the past. ECAP has also set up self-help groups for women with the help of the CPS. Guided by psychologists, the women can talk to one another and thus process what they have gone through. Around 100 indigenous women who have survived sexual assault have now become involved across the country. They share their experiences with other women in the same situation and encourage them to stand up for their rights. By doing so, they are creating a growing support network and making the general public aware of their issues. More than 40 men are now involved in this network.

This kind of impact is giving women in the country hope. This is because, even 13 years after the end of the civil war, sexual assault is one of the biggest dangers for women in Guatemala. The project is therefore bridging the gap between the past and the future: in addition to dealing with war crimes, it also addresses the prevention of violence against women in the present.

For 20 years, the experts from the CPS have been working to promote peace in crisis and conflict regions and to prevent violence. The consortium comprises nine German peace and development organisations – and GIZ has been there since the very beginning. There are currently more than 300 CPS experts worldwide supporting partner organisations in their work to promote human rights and peace, including over 100 from GIZ.

More information

Source: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, 6 November 2019[:de]

20 Jahre Ziviler Friedensdienst (ZFD): In Guatemala unterstützt der ZFD indigene Frauen darin, sich gegen sexualisierte Gewalt zu schützen.

Der Prozess um sexualisierte Gewalt gegen indigene Frauen während des Bürgerkriegs in Guatemala dauerte 20 Verhandlungstage. Dann sprach das Gericht am 26. Februar 2016 ein historisches Urteil: Es verurteilte zwei ehemalige hochrangige Militärs zu hohen Freiheitsstrafen.

Öffentlich über Folter und Vergewaltigungen zu sprechen, ist eine immense Herausforderung für die Opfer. Die guatemaltekische Frauenorganisation ECAP (Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial – Verein für Gemeindeforschung und psychosoziale Aktion) unterstützt die Frauen darin, sich juristisch beraten zu lassen und leistet psychosoziale Hilfe, wenn sie vor Gericht Aussage machen. Dieser mutige Schritt der Frauen hat in dem beispielhaften Prozess zur Verurteilung der Täter geführt.

ECAP ist eine Partnerorganisation des Zivilen Friedensdienst (ZFD) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Guatemala. Der ZFD unterstützt im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums die Bemühungen im Land um die Anerkennung und Aufarbeitung von schweren Menschenrechtsverletzungen während des 36-jährigen Bürgerkriegs. Verantwortliche zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen ist ein wichtiger Aspekt der Vergangenheitsbewältigung. Darüberhinaus baute ECAP mit Hilfe des ZFD Selbsthilfegruppen für Frauen auf. Unter psychologischer Anleitung können die Frauen sich austauschen und so das Erlebte verarbeiten. Inzwischen engagieren sich rund 100 indigene Frauen, Überlebende sexualisierter Gewalt, im ganzen Land. Sie teilen ihre Erfahrung mit anderen betroffenen Frauen und ermutigen diese, sich für ihre Rechte stark zu machen. Sie erschaffen so ein wachsendes Unterstützungsnetzwerk und tragen ihre Anliegen in die Öffentlichkeit. In diesem Netzwerk engagieren sich inzwischen mehr als 40 Männer.

Solche Erfolge geben den Frauen im Land Hoffnung. Denn auch 13 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs ist sexualisierte Gewalt in Guatemala eine der größten Gefahren für Frauen. Das Projekt schlägt deshalb eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft: Neben der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen geht es auch um die Prävention aktueller Gewalt gegen Frauen.

Seit 20 Jahren sind die Fachkräfte des ZFD im Einsatz, um in Krisen- und Konfliktregionen Frieden zu fördern und Gewalt vorzubeugen. Das Konsortium besteht aus insgesamt neun deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen – die GIZ ist von Beginn an dabei. Aktuell unterstützen mehr als 300 ZFD-Fachkräfte weltweit Partnerorganisationen in ihrem Einsatz für Menschenrechte und Frieden, darunter über 100 der GIZ.

Mehr Informationen

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, 06.11.2019[:]