Stadt Bonn: Netzwerk Gender@international Bonn feiert Jubiläum

Zum internationalen Frauentag begeht das Netzwerk “Gender@International Bonn” seinen ersten Geburtstag. Schlüsselakteure des internationalen Bonn wollen Geschlechtergerechtigkeit vom internationalen Standort Bonn aus global voranbringen. Dies soll vor allem im Lichte der nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO (SDG) erfolgen. Mitglieder des Netzwerks sind bisher die Vereinten Nationen (UN Bonn), das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Deutsche Welle (DW), UN Women Nationales Komitee in Deutschland und die Bundesstadt Bonn.

Bereits im ersten Jahr konnte das Netzwerk erfolgreiche Diskussionsveranstaltungen und Workshops im Rahmen internationaler Konferenzen sowie mit Bonner Frauenorganisationen du chführen. Für 2016 sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter ein Workshop beim Global Media Forum der Deutschen Welle im Juni.

Die Vereinten Nationen in Bonn haben sich dem gemeinsamen Motto “Nachhaltigkeit gestalten” verschrieben. Chancengleichheit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen – wie im Ziel 5 der nachhaltigen Entwicklungsziele festgelegt – stellen eine Grundvoraussetzung dafür dar. Die Agenda 2030 kann nur dann auch im Sinne der UN-Mandate erfolgreich umgesetzt werden, wenn Frauen und Mädchen als tragende und treibende Kräfte für resiliente und dynamische Gesellschaften, Gemeinschaften und Staaten anerkannt sind. Über die Vereinten Nationen hinaus arbeiten in Bonn viele Organisationen an Lösungen, um die Querschnittsherausforderung Geschlechtergerechtigkeit zu bewältigen. Denn darin sind sich alle Beteiligten einig: Keine der großen Problemstellungen der Menschheit lässt sich wirklich lösen, ohne Frauen und Männer gleichberechtigt einzubeziehen. Besondere Brisanz bekommt das Thema vor dem Hintergrund aktueller Krisen und Konflikte. Frauen und Mädchen sind in Krisen- und Katastrophengebieten oft zusätzlich sexueller Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt.

Der nordrhein-westfälische Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Franz-Josef Lersch-Mense, betont die Verantwortung Deutschlands und Nordrhein-Westfalens gegenüber dem globalen Süden: “Entwicklungszusammenarbeit kann ohne Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit und der Rolle von Frauen in den Ländern des Globalen Südens nicht zu nachhaltigen Lösungen und Perspektiven führen. Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bildet jetzt einen neuen, ganzheitlichen Rahmen für die Diskussion von Geschlechtergerechtigkeit im Kontext der großen Herausforderungen unserer Zeit. Wir wollen diese Frage deshalb in unserer Eine-Welt-Politik aufgreifen und dazu in diesem Jahr eine Veranstaltung durchführen. Das Netzwerk bietet hierfür eine herausragende Plattform und der Standort Bonn die richtige Bühne.” Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), verwies auf die Grundsätze der Vereinten Nationen zur Stärkung von Frauen und Mädchen: “Menschenrechte unterscheiden nicht zwischen Männern und Frauen. Wir wissen, dass die Verwirklichung gleicher Rechte, Pflichten und Chancen für Frauen und Männer Voraussetzung für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung ist. Daher setzen wir uns in der Entwicklungszusammenarbeit zusammen mit unseren Partnerländern für Geschlechtergerechtigkeit und eine Stärkung der Frauenrechte ein. Gleichzeitig gehen wir innerhalb der GIZ selbst mit gutem Beispiel voran!”

Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, ergänzte: “Die Deutsche Welle dokumentiert und unterstützt nachhaltige Entwicklung und somit auch Geschlechtergerechtigkeit. Unser Global Media Forum nutzen wir seit jeher gezielt, um immer wieder auch auf den Handlungsbedarf in diesem Themenfeld aufmerksam zu machen. An den Erfolg des vergangenen Jahres werden wir in jedem Fall anknüpfen.”

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan betonte: “Bonn ist international, vielfältig und ein Nährboden für Kooperationen. Gender@international Bonn bringt nicht nur internationale Akteure zusammen, sondern sorgt auch in Bonn selbst dafür, dass Geschlechtergerechtigkeit intensiv diskutiert wird. So veranstaltete das Netzwerk im Rahmen des Europäischen Jahrs für Entwicklung einen Workshop mit Bonner Frauenorganisationen, dessen Ergebnisse wir am 8. März, dem internationalen Frauentag, präsentieren werden.”

“Zusammen stark und gleichberechtigt”, so heißt es im Ergebnispapier des Workshops der Bonner Frauenorganisationen unter dem Titel “Frauen und Arbeit: Die Zukunft, die wir wollen”, das inzwischen auch gedruckt vorliegt. Erwerbs- und Fürsorgearbeit gerechter zu verteilen wurde dabei ebenso diskutiert wie der Zugang von Frauen und Mädchen zum Bildungs- und Arbeitsmarkt.

“Zusammen stark und gleichberechtigt” – das ist nicht nur der Aufruf zum internationalen Frauentag 2016, sondern könnte auch ein Wahlspruch des Netzwerks sein, das zum ersten Geburtstag auch sein gemeinsames Logo vorstellte. “Wir sind im letzten Jahr optimistisch an den Start gegangen und dürfen uns jetzt über Akzeptanz, Synergien und beste Perspektiven freuen”, meint Bettina Metz-Rolshausen, Geschäftsführerin des Nationalen Komitees von UN Women in Deutschland. “Darauf können wir aufbauen – und wir freuen uns sehr, nicht nur die guten Kooperationen zu internationalen Konferenzen fortzusetzen, sondern auch den jetzt angestoßenen fruchtbaren Dialog mit den Bonner Frauenorganisationen.”

Quelle: Mitteilung der Stadt Bonn vom 07.03.2016

Zum internationalen Frauentag begeht das Netzwerk “Gender@International Bonn” seinen ersten Geburtstag. Schlüsselakteure des internationalen Bonn wollen Geschlechtergerechtigkeit vom internationalen Standort Bonn aus global voranbringen. Dies soll vor allem im Lichte der nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO (SDG) erfolgen. Mitglieder des Netzwerks sind bisher die Vereinten Nationen (UN Bonn), das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Deutsche Welle (DW), UN Women Nationales Komitee in Deutschland und die Bundesstadt Bonn.

Bereits im ersten Jahr konnte das Netzwerk erfolgreiche Diskussionsveranstaltungen und Workshops im Rahmen internationaler Konferenzen sowie mit Bonner Frauenorganisationen du chführen. Für 2016 sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter ein Workshop beim Global Media Forum der Deutschen Welle im Juni.

Die Vereinten Nationen in Bonn haben sich dem gemeinsamen Motto “Nachhaltigkeit gestalten” verschrieben. Chancengleichheit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen – wie im Ziel 5 der nachhaltigen Entwicklungsziele festgelegt – stellen eine Grundvoraussetzung dafür dar. Die Agenda 2030 kann nur dann auch im Sinne der UN-Mandate erfolgreich umgesetzt werden, wenn Frauen und Mädchen als tragende und treibende Kräfte für resiliente und dynamische Gesellschaften, Gemeinschaften und Staaten anerkannt sind. Über die Vereinten Nationen hinaus arbeiten in Bonn viele Organisationen an Lösungen, um die Querschnittsherausforderung Geschlechtergerechtigkeit zu bewältigen. Denn darin sind sich alle Beteiligten einig: Keine der großen Problemstellungen der Menschheit lässt sich wirklich lösen, ohne Frauen und Männer gleichberechtigt einzubeziehen. Besondere Brisanz bekommt das Thema vor dem Hintergrund aktueller Krisen und Konflikte. Frauen und Mädchen sind in Krisen- und Katastrophengebieten oft zusätzlich sexueller Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt.

Der nordrhein-westfälische Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Franz-Josef Lersch-Mense, betont die Verantwortung Deutschlands und Nordrhein-Westfalens gegenüber dem globalen Süden: “Entwicklungszusammenarbeit kann ohne Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit und der Rolle von Frauen in den Ländern des Globalen Südens nicht zu nachhaltigen Lösungen und Perspektiven führen. Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bildet jetzt einen neuen, ganzheitlichen Rahmen für die Diskussion von Geschlechtergerechtigkeit im Kontext der großen Herausforderungen unserer Zeit. Wir wollen diese Frage deshalb in unserer Eine-Welt-Politik aufgreifen und dazu in diesem Jahr eine Veranstaltung durchführen. Das Netzwerk bietet hierfür eine herausragende Plattform und der Standort Bonn die richtige Bühne.” Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), verwies auf die Grundsätze der Vereinten Nationen zur Stärkung von Frauen und Mädchen: “Menschenrechte unterscheiden nicht zwischen Männern und Frauen. Wir wissen, dass die Verwirklichung gleicher Rechte, Pflichten und Chancen für Frauen und Männer Voraussetzung für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung ist. Daher setzen wir uns in der Entwicklungszusammenarbeit zusammen mit unseren Partnerländern für Geschlechtergerechtigkeit und eine Stärkung der Frauenrechte ein. Gleichzeitig gehen wir innerhalb der GIZ selbst mit gutem Beispiel voran!”

Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, ergänzte: “Die Deutsche Welle dokumentiert und unterstützt nachhaltige Entwicklung und somit auch Geschlechtergerechtigkeit. Unser Global Media Forum nutzen wir seit jeher gezielt, um immer wieder auch auf den Handlungsbedarf in diesem Themenfeld aufmerksam zu machen. An den Erfolg des vergangenen Jahres werden wir in jedem Fall anknüpfen.”

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan betonte: “Bonn ist international, vielfältig und ein Nährboden für Kooperationen. Gender@international Bonn bringt nicht nur internationale Akteure zusammen, sondern sorgt auch in Bonn selbst dafür, dass Geschlechtergerechtigkeit intensiv diskutiert wird. So veranstaltete das Netzwerk im Rahmen des Europäischen Jahrs für Entwicklung einen Workshop mit Bonner Frauenorganisationen, dessen Ergebnisse wir am 8. März, dem internationalen Frauentag, präsentieren werden.”

“Zusammen stark und gleichberechtigt”, so heißt es im Ergebnispapier des Workshops der Bonner Frauenorganisationen unter dem Titel “Frauen und Arbeit: Die Zukunft, die wir wollen”, das inzwischen auch gedruckt vorliegt. Erwerbs- und Fürsorgearbeit gerechter zu verteilen wurde dabei ebenso diskutiert wie der Zugang von Frauen und Mädchen zum Bildungs- und Arbeitsmarkt.

“Zusammen stark und gleichberechtigt” – das ist nicht nur der Aufruf zum internationalen Frauentag 2016, sondern könnte auch ein Wahlspruch des Netzwerks sein, das zum ersten Geburtstag auch sein gemeinsames Logo vorstellte. “Wir sind im letzten Jahr optimistisch an den Start gegangen und dürfen uns jetzt über Akzeptanz, Synergien und beste Perspektiven freuen”, meint Bettina Metz-Rolshausen, Geschäftsführerin des Nationalen Komitees von UN Women in Deutschland. “Darauf können wir aufbauen – und wir freuen uns sehr, nicht nur die guten Kooperationen zu internationalen Konferenzen fortzusetzen, sondern auch den jetzt angestoßenen fruchtbaren Dialog mit den Bonner Frauenorganisationen.”

Quelle: Mitteilung der Stadt Bonn vom 07.03.2016