Stadt Bonn: Bonn unterstützt Projekt zum Erhalt des Schwalbenbestandes

Ein Sprichwort sagt, „Wo Schwalben nisten, wohnt das Glück“. Die gefiederten Sommergäste sollen sogar vor Feuer und Blitzschlag schützen. Doch die Vögel sind nicht mehr oft anzutreffen. Rauch- und Mehlschwalbe sind gefährdet und stehen auf der roten Liste der bedrohten Brutvögel. So sind allein in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 25 Jahren die Vorkommen beider Schwalbenarten um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die Untere Landschaftsbehörde der Stadt Bonn unterstützt daher das Projekt „Schwalbe sucht Dorf“. Die im Rheinland von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft umgesetzte bundesweite Aktion will die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation der gefährdeten Tiere aufmerksam machen. Auch in Städten können die Menschen viel für den Erhalt der befrackten Flugkünstler tun.

In Bonn leben nur noch halb so viele Rauch- und Mehlschwalben wie noch vor 20 Jahren

In den vergangenen 20 Jahren ist der Bestand der Rauchschwalbe in Bonn um rund die Hälfte zurückgegangen. Aktuell zählte der Naturschutzbund (NABU) Bonn 300 bis 400 Paare. 1991 waren noch 800 Paare zu verzeichnen. Als eine der Hauptursachen ist der Rückgang der Viehwirtschaft, insbesondere der Rinderhaltung, zu sehen. Zunehmende Urbanisierung und die damit einher gehende starke Versiegelung der Böden erschweren es den Vögeln, Futter und Nistmaterial zu finden.

In Bad Godesberg leben schwerpunktmäßig die meisten Tiere. Dort existieren noch einige alte landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung. So konnte bei einem Landwirt im Marienforster Tal eine Ansammlung von mehr als 30 Nestern gezählt werden. Auch im Annaberger Hof sowie anderen Pferdehöfen brüten die Vögel. Erfreulicherweise sind die Tiere bei den Landwirten gern gesehene Sommergäste.

Auch der Bestand der Mehlschwalben hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von rund 1 100 auf 500 bis 700 Paare etwa halbiert. „Schwerpunkte in Bonn sind die Bereiche um das Meßdorfer Feld mit den Ortsteilen Messdorf, Lessenich und Teilen von Duisdorf sowie Graurheindorf“, erklärt Alexander Heyd, Vorsitzender des Bonner NABU. Auf der rechten Rheinseite existieren Schwerpunktvorkommen im nördlichen Teil von Beuel in der Siegniederung. Dabei handelt es sich jedoch lediglich zwei bis drei, maximal fünf Nester an einem Standort.

Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden

Mehlschwalben brüten außen an Häuserfassaden. Rauchschwalben dagegen bevorzugen Ställe und Bauernhöfe. Sowohl die Rauch- als auch die Mehlschwalbe sind sehr ortstreu und suchen die bestehenden Nester immer wieder auf. Daher stellt der Erhalt der Nester die wichtigste Schutzmaßnahme für die Schwalben dar. Aufgrund der Brutplatztreue ist es auch untersagt, die Nester zu entfernen – dies gilt im Übrigen auch für die Zeiten, in denen die Nester nicht besetzt sind. Das Entfernen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet wird.

Auch das Anbringen von künstlichen Schwalbennestern an Hausfassaden unterstützt die Tiere. Ab dem nächsten Jahr stellt die Stiftung diese zur Verfügung. Da die Tiere in den zu großen Teilen versiegelten Städten Schwierigkeiten haben, Nistmaterial zu finden, ist es auch hilfreich, kleine Lehmpfützen anzulegen. Die Tiere danken diese Maßnahmen durch den Verzehr lästiger Insekten. Denn um eine Schwalbenbrut aufzuziehen sind rund 120 000 Mücken und Fliegen nötig.

Wettbewerb sucht schönstes Schwalbenfoto

Im Rahmen ihres Schwalben-Projektes ruft die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft zu einem Fotowettbewerb auf. Gesucht wird das schönste Schwalbenfoto. Jeder Teilnehmende darf bis zu drei Fotos einreichen. Einsendeschluss ist der 30. September 2011. Bitte senden Sie Ihre Fotos per Post oder E-Mail an: Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V., Dr. Bernd Lüttgens, Rochusstraße 18, 53123 Bonn, E-Mail.

Weitere Informationen zum Schwalben-Projekt unter Telefon: 0228/90 90 721-0, E-Mail oder im Internet unter www.rheinische-kulturlandschaft.de.

PressemitteilungEin Sprichwort sagt, „Wo Schwalben nisten, wohnt das Glück“. Die gefiederten Sommergäste sollen sogar vor Feuer und Blitzschlag schützen. Doch die Vögel sind nicht mehr oft anzutreffen. Rauch- und Mehlschwalbe sind gefährdet und stehen auf der roten Liste der bedrohten Brutvögel. So sind allein in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 25 Jahren die Vorkommen beider Schwalbenarten um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die Untere Landschaftsbehörde der Stadt Bonn unterstützt daher das Projekt „Schwalbe sucht Dorf“. Die im Rheinland von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft umgesetzte bundesweite Aktion will die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation der gefährdeten Tiere aufmerksam machen. Auch in Städten können die Menschen viel für den Erhalt der befrackten Flugkünstler tun.

In Bonn leben nur noch halb so viele Rauch- und Mehlschwalben wie noch vor 20 Jahren

In den vergangenen 20 Jahren ist der Bestand der Rauchschwalbe in Bonn um rund die Hälfte zurückgegangen. Aktuell zählte der Naturschutzbund (NABU) Bonn 300 bis 400 Paare. 1991 waren noch 800 Paare zu verzeichnen. Als eine der Hauptursachen ist der Rückgang der Viehwirtschaft, insbesondere der Rinderhaltung, zu sehen. Zunehmende Urbanisierung und die damit einher gehende starke Versiegelung der Böden erschweren es den Vögeln, Futter und Nistmaterial zu finden.

In Bad Godesberg leben schwerpunktmäßig die meisten Tiere. Dort existieren noch einige alte landwirtschaftliche Betriebe mit Viehhaltung. So konnte bei einem Landwirt im Marienforster Tal eine Ansammlung von mehr als 30 Nestern gezählt werden. Auch im Annaberger Hof sowie anderen Pferdehöfen brüten die Vögel. Erfreulicherweise sind die Tiere bei den Landwirten gern gesehene Sommergäste.

Auch der Bestand der Mehlschwalben hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von rund 1 100 auf 500 bis 700 Paare etwa halbiert. „Schwerpunkte in Bonn sind die Bereiche um das Meßdorfer Feld mit den Ortsteilen Messdorf, Lessenich und Teilen von Duisdorf sowie Graurheindorf“, erklärt Alexander Heyd, Vorsitzender des Bonner NABU. Auf der rechten Rheinseite existieren Schwerpunktvorkommen im nördlichen Teil von Beuel in der Siegniederung. Dabei handelt es sich jedoch lediglich zwei bis drei, maximal fünf Nester an einem Standort.

Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden

Mehlschwalben brüten außen an Häuserfassaden. Rauchschwalben dagegen bevorzugen Ställe und Bauernhöfe. Sowohl die Rauch- als auch die Mehlschwalbe sind sehr ortstreu und suchen die bestehenden Nester immer wieder auf. Daher stellt der Erhalt der Nester die wichtigste Schutzmaßnahme für die Schwalben dar. Aufgrund der Brutplatztreue ist es auch untersagt, die Nester zu entfernen – dies gilt im Übrigen auch für die Zeiten, in denen die Nester nicht besetzt sind. Das Entfernen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet wird.

Auch das Anbringen von künstlichen Schwalbennestern an Hausfassaden unterstützt die Tiere. Ab dem nächsten Jahr stellt die Stiftung diese zur Verfügung. Da die Tiere in den zu großen Teilen versiegelten Städten Schwierigkeiten haben, Nistmaterial zu finden, ist es auch hilfreich, kleine Lehmpfützen anzulegen. Die Tiere danken diese Maßnahmen durch den Verzehr lästiger Insekten. Denn um eine Schwalbenbrut aufzuziehen sind rund 120 000 Mücken und Fliegen nötig.

Wettbewerb sucht schönstes Schwalbenfoto

Im Rahmen ihres Schwalben-Projektes ruft die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft zu einem Fotowettbewerb auf. Gesucht wird das schönste Schwalbenfoto. Jeder Teilnehmende darf bis zu drei Fotos einreichen. Einsendeschluss ist der 30. September 2011. Bitte senden Sie Ihre Fotos per Post oder E-Mail an: Rheinischer Landwirtschafts-Verband e.V., Dr. Bernd Lüttgens, Rochusstraße 18, 53123 Bonn, E-Mail.

Weitere Informationen zum Schwalben-Projekt unter Telefon: 0228/90 90 721-0, E-Mail oder im Internet unter www.rheinische-kulturlandschaft.de.

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