Ziviler Friedensdienst: Umgang mit Erfahrungen der Vergangenheit in Nachkriegsgesellschaften

Seit 15 Jahren arbeiten ZFD-Fachkräfte und Partner gemeinsam für die gewaltfreie Beilegung von Konflikten. Dieses kleine Jubiläum hat der ZFD zum Anlass genommen, am 08. Oktober 2014 in Berlin gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu diskutieren, wie mit den Erfahrungen der Vergangenheit in Nachkriegsgesellschaften umgegangen werden kann. In Grußworten und einer Podiumsdiskussion wurden vor rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Expertise des ZFD in diesem Feld deutlich. Dieser sei aus Deutschlands Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr wegzudenken, sagte Gunther Beger, Leiter des Leitungsstabes im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in seinen Grußworten. „Der ZFD ist für uns ein äußert wertvolles und wirkungsvolles Instrument für Frieden, Dialog und Aussöhnung.“ Ein Bericht der Veranstaltung ist auf der ZFD-Website zu finden und wurde im Newsletter von FriEnt veröffentlicht.

Pünktlich zum 15-jährigen Bestehen haben wir auch zwei Publikationen veröffentlicht: Das ZFD-Lesebuch gibt einen praktischen Einblick in die Arbeit der ZFD-Fachkräfte und Partner der vergangenen zwei Jahre. Das Dossier „Frieden auf der globalen Entwicklungsagenda – Beiträge für einen positiven Frieden“, das in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift welt-sichten entstanden ist, erklärt hingegen die Bedeutung des Themas Frieden für die internationale Entwicklungsagenda, vor allem in Hinblick auf die Post-2015-Debatte.

Weitere Informationen des Zivilen Friedensdienstes:

Jahresprogramm 2015 der Akademie für Konflikttransformation erschienen. Erstmalig bietet die Akademie auch Vertiefungsseminare für erfahrene Fachkräfte an.

Adventskalender mit Berichten aus Palästina. Der AGEH-Partner Kairos Palestine ruft mit dem Kalender zu Solidarität und einem friedlichen Weg in Israel und Palästina auf.

Militärische Gewalt als Ersatzhandlung – Diskussion im SWR. Anthea Bethge, Geschäftsführerin von EIRENE, diskutierte im SWR 2 Forum über die Effektivität religiöser Friedensorganisationen.

Training zu gewaltfreiem Handeln in der Ukraine. Die KURVE Wustrow bietet mit dem Bunde für soziale Verteidigung eine Alternative zu gewalttätigem Konfliktaustrag in der Ukraine an.

EU-Menschenrechtsrichtlinien nach 10 Jahren auf dem Prüfstand. peace brigades international zieht ein gemischtes Fazit nach einer Dekade: Einerseits hilfreich, andererseits besteht enormer Verbesserungsbedarf.

WFD-Fachtagung mit ZFD-Fachkräften und Partnern. 40 Teilnehmende diskutierten und tauschten ihre Praxiserfahrung aus. Eine Botschaft: Ohne die Beseitigung ökonomischer Ungleichheit kann kein Frieden gelingen.

forumZFD mit Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde an die Organisation aufgrund ihres besonderen Engagements für zivile und gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung vergeben.

Zivile Instrumente stärken, militärische Gewalt überwinden. Mitglieder der AGDF fordern Staat und Kirche zur Förderung ziviler Krisenprävention auf.

ZFD-Koordinator engagiert sich für Ebola-Aufklärungskampagne. Manfred Rink von der AGEH und ZFD-Partner setzen vor allem auf Radiosendungen und Diskussionen zur Aufklärung gegen die Epidemie.

500 Fachkräfte für den Frieden – Ministerin besucht forumZFD. NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten Angelica Schwall-Düren informierte sich in Köln über Fachkräfte-Qualifizierung und deren Einsatz vor Ort.

Pilotprojekt in Indonesien von peace brigades international. Das gemeinsam mit der indonesischen Menschenrechtsgruppe Elsam entworfene Fortbildungsprogramm soll  die Sicherheit von Aktivistinnen und Aktivisten erhöhen.

Termine

Gewaltfreie Außenpolitik heute – Heidelberger Gespräch 2014. Die Veranstaltung von AGDF und Forschungsstätte Evangelische Studiengemeinschaft am 04. und 05. November fragt, was Bedingungen für gewaltfreies staatliches Handeln sind.

Ausstellungseröffnung: MOnuMENTI – Erinnerungskulturen auf dem Balkan. Vom 08. Bis 17.11. ist die Foto-Ausstellung des forumZFD zu Denkmälern auf dem Balkan in Aachen zu sehen, offizielle Eröffnung ist am 09.11. um 15 Uhr.

Jahrestagung und Mitgliederversammlung. Am 15.11. findet die Jahrestagung der KURVE Wustrow im Wendland statt, einen Tag später folgt die Mitgliederversammlung. Bereits am 14.11. gibt es einen Filmabend zu gewaltfreiem Widerstand in Palästina.

Veröffentlichungen

Konsortium ZFD: Dossier „Frieden auf der globalen Entwicklungsagenda“. Frieden soll auch nach 2015 eine gewichtige Rolle in der Entwicklungsagenda spielen. Wie das geschehen soll, darauf sucht das gerade erschienene Dossier in der Praxis des ZFD nach Antworten.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Life before Expulsion. Die von der GIZ geförderte Studie will aufzeigen, wie sich die vietnamesische Minderheit in Kambodscha vor den Roten Khmer entwickelte und was ihre Lebensumstände waren.

Konsortium ZFD: Ein Lesebuch des Zivilen Friedensdienstes. Das ZFD-Lesebuch gibt einen praktischen Einblick in die Arbeit unserer Fachkräfte und Partner der vergangenen zwei Jahre.

GIZ und AGEH: Broschüre zur Arbeit in Ruanda erschienen. Auf 16 Seiten geben die Organisationen einen Überblick über Partner, Themen und Projekte und fassen Hintergrundinfos zu Ruanda zusammen.

GIZ: Zwischen Erinnerung und Vergessen. Die umfassende Broschüre stellt den Arbeitsansatz zu Vergangenheitsarbeit der GIZ in Guatemala dar und beschreibt ausgewählte Projekte.

Quelle: Newsletter zfd aktuell 5/2014 vom 29.10.2014

Seit 15 Jahren arbeiten ZFD-Fachkräfte und Partner gemeinsam für die gewaltfreie Beilegung von Konflikten. Dieses kleine Jubiläum hat der ZFD zum Anlass genommen, am 08. Oktober 2014 in Berlin gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu diskutieren, wie mit den Erfahrungen der Vergangenheit in Nachkriegsgesellschaften umgegangen werden kann. In Grußworten und einer Podiumsdiskussion wurden vor rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Expertise des ZFD in diesem Feld deutlich. Dieser sei aus Deutschlands Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr wegzudenken, sagte Gunther Beger, Leiter des Leitungsstabes im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in seinen Grußworten. „Der ZFD ist für uns ein äußert wertvolles und wirkungsvolles Instrument für Frieden, Dialog und Aussöhnung.“ Ein Bericht der Veranstaltung ist auf der ZFD-Website zu finden und wurde im Newsletter von FriEnt veröffentlicht.

Pünktlich zum 15-jährigen Bestehen haben wir auch zwei Publikationen veröffentlicht: Das ZFD-Lesebuch gibt einen praktischen Einblick in die Arbeit der ZFD-Fachkräfte und Partner der vergangenen zwei Jahre. Das Dossier „Frieden auf der globalen Entwicklungsagenda – Beiträge für einen positiven Frieden“, das in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift welt-sichten entstanden ist, erklärt hingegen die Bedeutung des Themas Frieden für die internationale Entwicklungsagenda, vor allem in Hinblick auf die Post-2015-Debatte.

Weitere Informationen des Zivilen Friedensdienstes:

Jahresprogramm 2015 der Akademie für Konflikttransformation erschienen. Erstmalig bietet die Akademie auch Vertiefungsseminare für erfahrene Fachkräfte an.

Adventskalender mit Berichten aus Palästina. Der AGEH-Partner Kairos Palestine ruft mit dem Kalender zu Solidarität und einem friedlichen Weg in Israel und Palästina auf.

Militärische Gewalt als Ersatzhandlung – Diskussion im SWR. Anthea Bethge, Geschäftsführerin von EIRENE, diskutierte im SWR 2 Forum über die Effektivität religiöser Friedensorganisationen.

Training zu gewaltfreiem Handeln in der Ukraine. Die KURVE Wustrow bietet mit dem Bunde für soziale Verteidigung eine Alternative zu gewalttätigem Konfliktaustrag in der Ukraine an.

EU-Menschenrechtsrichtlinien nach 10 Jahren auf dem Prüfstand. peace brigades international zieht ein gemischtes Fazit nach einer Dekade: Einerseits hilfreich, andererseits besteht enormer Verbesserungsbedarf.

WFD-Fachtagung mit ZFD-Fachkräften und Partnern. 40 Teilnehmende diskutierten und tauschten ihre Praxiserfahrung aus. Eine Botschaft: Ohne die Beseitigung ökonomischer Ungleichheit kann kein Frieden gelingen.

forumZFD mit Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung“ ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde an die Organisation aufgrund ihres besonderen Engagements für zivile und gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung vergeben.

Zivile Instrumente stärken, militärische Gewalt überwinden. Mitglieder der AGDF fordern Staat und Kirche zur Förderung ziviler Krisenprävention auf.

ZFD-Koordinator engagiert sich für Ebola-Aufklärungskampagne. Manfred Rink von der AGEH und ZFD-Partner setzen vor allem auf Radiosendungen und Diskussionen zur Aufklärung gegen die Epidemie.

500 Fachkräfte für den Frieden – Ministerin besucht forumZFD. NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten Angelica Schwall-Düren informierte sich in Köln über Fachkräfte-Qualifizierung und deren Einsatz vor Ort.

Pilotprojekt in Indonesien von peace brigades international. Das gemeinsam mit der indonesischen Menschenrechtsgruppe Elsam entworfene Fortbildungsprogramm soll  die Sicherheit von Aktivistinnen und Aktivisten erhöhen.

Termine

Gewaltfreie Außenpolitik heute – Heidelberger Gespräch 2014. Die Veranstaltung von AGDF und Forschungsstätte Evangelische Studiengemeinschaft am 04. und 05. November fragt, was Bedingungen für gewaltfreies staatliches Handeln sind.

Ausstellungseröffnung: MOnuMENTI – Erinnerungskulturen auf dem Balkan. Vom 08. Bis 17.11. ist die Foto-Ausstellung des forumZFD zu Denkmälern auf dem Balkan in Aachen zu sehen, offizielle Eröffnung ist am 09.11. um 15 Uhr.

Jahrestagung und Mitgliederversammlung. Am 15.11. findet die Jahrestagung der KURVE Wustrow im Wendland statt, einen Tag später folgt die Mitgliederversammlung. Bereits am 14.11. gibt es einen Filmabend zu gewaltfreiem Widerstand in Palästina.

Veröffentlichungen

Konsortium ZFD: Dossier „Frieden auf der globalen Entwicklungsagenda“. Frieden soll auch nach 2015 eine gewichtige Rolle in der Entwicklungsagenda spielen. Wie das geschehen soll, darauf sucht das gerade erschienene Dossier in der Praxis des ZFD nach Antworten.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Life before Expulsion. Die von der GIZ geförderte Studie will aufzeigen, wie sich die vietnamesische Minderheit in Kambodscha vor den Roten Khmer entwickelte und was ihre Lebensumstände waren.

Konsortium ZFD: Ein Lesebuch des Zivilen Friedensdienstes. Das ZFD-Lesebuch gibt einen praktischen Einblick in die Arbeit unserer Fachkräfte und Partner der vergangenen zwei Jahre.

GIZ und AGEH: Broschüre zur Arbeit in Ruanda erschienen. Auf 16 Seiten geben die Organisationen einen Überblick über Partner, Themen und Projekte und fassen Hintergrundinfos zu Ruanda zusammen.

GIZ: Zwischen Erinnerung und Vergessen. Die umfassende Broschüre stellt den Arbeitsansatz zu Vergangenheitsarbeit der GIZ in Guatemala dar und beschreibt ausgewählte Projekte.

Quelle: Newsletter zfd aktuell 5/2014 vom 29.10.2014